Strategie mit Gehalt, recently known as content – Ingredient Strategies

ingredient strategies marketingKaum ist das Thema Social Media ein alter Hut, lungern schon wieder die alten Gestalten vor dem Verschiebebahnhof namens Medien rum. Wie in jeder amtlichen Redaktionssitzung streiten sich die Ressorts um Themen und ihre eigene Wichtigkeit. Content-Strategien nennt man dann die Rettung angesichts fehlender Kooperation im Elfenbeinturm der Schreiberlinge. Aber auch die Werbewelt hat so einen schwelenden Brandherd unter Kontrolle zu halten. Dort ist der Heilsbringer Content Marketing.

Gemeinsam ist beiden Schlagwörtern die Aufgabe, weniger am Anzeigekunden als am Leser, Hörer oder Zuschauer zu arbeiten. Nun sollte Content analog zu der Aufschrift auf vielen Nahrungsmittelpackungen eher eine Aufzählung der verschiedenen Inhaltsstoffe sein (Ingredients). Wie das Salz in die Chips kommt, ist dem Genießer egal. Es muss drinnen sein. Und so erfordern bestimmte Geschmäcker ein erfahrenes Augenmerk auf die Zutatenliste. Hier geht es weiter im Text… Strategie mit Gehalt, recently known as content – Ingredient Strategies

Der Ding

imageb by kconnors on morguefile.com Ein junger Mensch betritt öffentlichen Raum. Die anderen schauen hin. Unsicherheit übermannt augenblicklich das ganze Wesen. Man nimmt das iPhone raus; nicht das Handy, das iPhone. Ein bißchen tippen, jemanden anrufen. Schon entspannt sich die Haltung. Einige steigern das eigene Wohlbefinden, indem sie darauf achten, dass alle Hingucker dieses digitale Geländer des Selbstwertgefühls ansehen können. Hier geht es weiter im Text… Der Ding

Still ruht (k)ein See

Das Web 2.0 ist in die Jahre gekommen. Diejenigen, die in seinem Kielwasser zu Ansehen und Reichtum kamen, haben sich abgewandt. Sie verkaufen bestenfalls ein funktionales Verständnis dessen, was eine soziale Bewegung des global vereinigten Individuums hätte werden können. Das Tröstende daran ist, dass alle staunenden Zuschauer jetzt live bei der Entzauberung dabei sind. Offenbar ist die Ära der Projektionen zuende. Das lange bestaunte Web ist zum Alltag geworden. Hier geht es weiter im Text… Still ruht (k)ein See

Kommunikation als Bling-Bling?

Seit fünf Jahren gibt es den European Communication Monitor. Da werden allerlei Fragen zur Kommunikation von Firmen (neudeutsch PR) in einer großen Umfrage beantwortet und ausgewertet. Wichtigste Erkenntnis dieses Jahr:”84 Prozent der europäischen Kommunikationsprofis glauben, dass die Geschäftsleitung die Notwendigkeit von PR nicht versteht.” Wieso sollten sie diese Ansicht überhaupt haben. In den allermeisten Fällen geht es um Umsatzsteigerung oder um das Ruhigstellen der Investoren, was in vielen Fällen ineinanderfällt. Wer sich den Luxus angetan hat, sich Geld über Venture Capital oder Aktien zu besorgen, der hat sie im Haus: die grauen Herren mit den Zigarren. Hier geht es weiter im Text… Kommunikation als Bling-Bling?

Das Wissen der Erde liegt auf dem Rücken der Herde

Clay Shirky hat den heiligen Gral des Investments in den Schmutz geworfen: Warren Buffett. Dessen Investitionen in 24 mittlere Tageszeitungen seien geradezu hanebüchen und sein Verdikt über die Facebook-Aktie wenig weitsichtig. Gut gebellt: “Der Erfolg der Tageszeitungen ist nur ein Unfall gewesen.” Shirky weist darauf hin, dass Reichweite und Umsatz nicht immer linear korrelieren. Werbung kommt in Buffetts erklärendem Memo gar nicht vor. Das hat einen Grund. Hier geht es weiter im Text… Das Wissen der Erde liegt auf dem Rücken der Herde

Wir werden inkompatibel!

Nun also ist es mal wieder soweit. Revolution. Disruption. Oder wenigstens Evolution. Unter dem Begriff Zeitenwende macht es heute kein Experte mehr, der sich das Netz, die Software oder gar Mechatronik/Robotik vorgenommen hat. Da plätschern die Innovationen in der Automobilbranche, der Pharmaindustrie oder der Bankenwelt so vor sich hin. Aber die Welt der digitalen Technik hält wacker das Fähnchen der Innovation hoch. Nur wir dumme Gesellschaft kommen nicht mit – durch unser soziales Gewese… Hier geht es weiter im Text… Wir werden inkompatibel!

Gauck als Auslegeware

Es ist der besondere und fortwährende Irrtum des menschlichen Begreifens, mehr durch Bestätigung als durch Verneinung bewegt und begeistert zu werden.” Francis Bacon,1620.

Eine Echokammer ist ein nach akustischen Gesetzen gestalteter Raum, der besondere Hall- und Echoeigenschaften aufweist. In einer trivialisierten Form der Medientheorie, die zum Teil im Feuilleton-Jargon oder bei halbgaren Medienwissenschaftlern anzutreffen ist, bezeichnet dieser Begriff ein Phänomen, das in der Wissenschaft als confirmation bias bezeichnet wird. Damit wird die psychologische Erkenntnis umschrieben, dass Menschen aus der Vielzahl an einströmenden Informationen diejenigen aussuchen, die die eigenen Erwartungen und das Vorwissen bestätigen und diejenigen Inhalte, die dieser Haltung widersprechen, werden ausgefiltert.

Der Psychologe Leon Festinger hat in seiner Theorie der Kognitiven Dissonanz dargelegt, dass Menschen dazu neigen, widersprechende Informationen oder Aktivitäten aufzuheben bzw. auszulöschen, weil die Widersprüche innere Erregung auslösen. Man kann also auf der Basis dieser psychologischen Begründung behaupten, dass Menschen emotionale Spannung abbauen, wenn sie Widersprüche auflösen. So etwas ist neulich geschehen, als zahlreiche Tweets mit kritisierten Zitaten vom zukünftigen Bundespräsidenten Gauck auftauchten… Hier geht es weiter im Text… Gauck als Auslegeware

Ist der Algorithmus ein Feind?

Es kam, wie es kommen musste. Der Algorithmus. Eine Handlungsvorschrift, die sequentiell, also nacheinander abgearbeitet wird, um ein Problem zu lösen bzw. eine Aufgabe zu erfüllen, wird zum Spielball der Dichter und Denker. Als Miriam Meckel darüber geschrieben hat – und nichts anderes fand als die fade recommendation engine aus dem eCommerce – war es mir der Mühe zu gering, darauf zu antworten. Als aber nun die geschätzte Kathrin Passig in der SZ sich bemüßigt sah, auf die am Boden argumentierende Meckel auch noch einzuschlagen, da wurde der Beschützerinstinkt in mir geweckt… Hier geht es weiter im Text… Ist der Algorithmus ein Feind?

Datenschutz als Vorbild?

Ein Schleswig-Holsteinischer Datenschützer legt sich mit Facebook an. Facebook hortet illegale Kinderprofile. Es wäre Zeit zu reden. Denn die in solchen Meldungen verborgene Aufgabe kann uns zu einer Neubestimmung der sozialen Marktwirtschaft inspirieren.

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man eine lukrative Karriere mit einer Vortragsreihe über das Ende der Nationalstaaten realisieren. Jetzt im Jahr 20 nach der neuen Zeitrechnung des weltweiten Datennetzes für jedermann ist der Nationalstaat im Netz oft ein zahnloser Tiger. Millionen von Bürgern vertrauen Kreditkartenfirmen und Rabattdienstleister ihr Innerstes an: ihr Konsumverhalten. Es ist eigentlich gar kein Problem, mithilfe dieser Daten ein Bewegungsprofil und eine Studie über Charaktereigenschaften zu erstellen. Keinen störte das bisher. Im Internet gilt so ein Verhalten der Firmen als verwerflich. Denn die Firmen sind im Niemandsland namens USA. Dort passieren allerlei böse Dinge mit dem Klickverhalten unbescholtener Bundesbürger im geliebten Internet. Allen voran sind Google und Facebook die Bösewichter par excellence. zumindest haben uns das viele so gesagt – in Talkshows, in Artikel und am Stammtisch. Und wir, die normalen Nutzer der Webdienste, sind die lahmen Enten, die keine Ahnung von Technik haben und daher auch nicht wissen dürfen oder müssen, was eigentlich mit unseren Daten gemacht wird… Hier geht es weiter im Text… Datenschutz als Vorbild?