Schirrmacher fordert die Abschaffung der Medien

Kommentare

  
  1. Wittkewitz sagt:

    Ja, der Schirrmacher möchte gern ein bißchen Erregung produzieren. Ich glaube, er lässt sich schon vom krakeelenden Mainstream, der im Web ein wenig anders ist als im RL, anstecken oder versucht ihn zu bedienen. Die RTL2_Zuschauer werden sein Buch weder kennen noch je lesen. Ist kein Harry Potter drauf.

  2. brittgott sagt:

    Ich denke, es kommt doch eher darauf an, welcher Art die Publikation der Informationen und die Informationen selbst sind: Wenn man nur Bild usw. liest oder halbseriöse Nachrichtenmagazine auf RTL2 schaut, ist doch klar, dass man bekloppt wird… Kann mir einfach nicht vorstellen, dass mehrere Sichtweisen auf ein Problem, bzw. Ereignis dumm und krank machen. Mir ging es an der Uni eher so, dass viele unterschiedliche Stellungnahmen erst eine ansatzweise komplette Darstellung ergeben haben…

  3. Wittkewitz sagt:

    Schirrmacher betreibt ja kein Webbashing in dem Buch sondern eher ein Informationsflut-Bashing, wie man sowohl im Buch als auch im Interview bei edge sehr gut erfahren kann. Wenn man den Post oben aufmerksam liest, dann erkennt man, dass sich dieser direkt auf dieses Informationsflut-Bashing bezieht, da es dem Autor vorwirft, selbst Teil der Informationsinflationierer zu sein.

    Seine Glaubwürdigkeit würde den Bereich des Diskutablen erreichen, wenn er selbst die Konsquenzen seiner „Erkenntnisse“ ziehen würde. Das kann man weder von seiner Tätigkeit bei der FAZ noch im Buch erkennen. Insofern bleibt der Eindruck, dass es nur um einen kruden und plumpen Alarmismus geht, um das Buch zu verkaufen und sich als Talkshow-Gast zu präsentieren. Einer profunden Diskussion halten die zusammengestückelten Studiendeutungen und die Plattitüden nicht stand.

    Insofern sind grundlegende wissenschaftsheoretische, diskursive und aussagenlogische der Hauptgrund für das intentionale Scheitern des Buches und nicht diese eine Seite des Buches, die gerne als Webbashing beschrieben wird und einfach nur als PR-Alarmknopf installiert wurde. Der Post oben geht daher auf andere Aussagen des Buches ein.

  4. gaukler sagt:

    Es treten doch Zweifel auf, ob das Buch von Schirrmacher wirklich gelesen wurde. Es sind schlicht viele treffende Argumente drin, und das simple Argument des Web-bashings zieht nicht immer.
    Nicht alles Analysten sind „Computer-Hasser“.
    Ich war selbst 15 Jahre Entwicklungsleiter SW.

  5. orangeguru sagt:

    Na deswegen „Bastard“ … Postman & Weizenbaum hatten sich mit der Materie schon früher (natürlich ohne Wissen um die Web-2.0-Revolution) auseinander gesetzt. Sie waren Vordenker, Schirrmacher ist nur ein Nachdenker – der mit der Fülle der Fakten überhaupt nicht zurechtkommt.

    Postman hatte durchaus einige valide Punkte (Ablenkung und Verblödung durch unreflektierten Medienkonsum) – mein persönlicher Kritikpunkt wäre, daß seiner Meinung nach die Schriftkultur die überlegene wäre. Klarer Buchwurm …

    Was mich an Schirrmacher und all den „etablierten Journalisten“ die sich zu Medienkritikern aufschwingen auf die Palme bringt ist, daß Ihnen die verehrten Kollegen so eine breite Plattform bieten seinen Käse zu verbreiten.

    Vertreter der old School blamieren sich andauern mit der versuchten Demontage der neuen Medien, an denen sie selbst nicht „mitgebaut“ (buchstabieren sie mal Ha-Te-Em-Ehl) oder selbst „mitmachen“ (und da reicht ein Twitter oder Facebook-Account sicherlich auch nicht aus).

    Auf der anderen Seite hilft das Gesabber von selbsternannten Social Media Gurus a la Lobo auch nicht. Insbesondere die PR-Brigade & Agentur-Hengste sabbern derzeit um die Wette in die Tastahuren.

  6. Wittkewitz sagt:

    Da kann ich nicht ganz folgen. Postman kann ich nicht ernst nehmen. Das liegt nicht an seinem Lehrerberuf, sondern seinen unreflektierten Polemiken. Das rückt ihn die Nähe von Schirrmacher, ja. Aber Weizenbaum habe ich als reflektierten Menschen kennen gelernt, der über deutlich mehr Differenz verfügte, als Schirrmacher und Postman zusammen. Ich bin in vielen Punkt nicht seiner Meinung halte diese aber für sorgfältig erwogen und überdacht. Das kann ich den anderen beiden Personen nicht „vorwerfen“.

  7. orangeguru sagt:

    Schirrmacher – der Bastard aus der Ehe von Neil Postman und Joseph Weizenbaum?

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