Medien als Geiseln

Kommentare

  
  1. Chat Atkins sagt:

    Faktisch wirkt sich das so aus, obwohl ich kaum glaube, dass er das mit seinem statistischen Ratatouille beabsichtigt hat.

  2. Wittkewitz sagt:

    @ Chat Atkins

    Man muss ab er zugeben, dass durch dieses Buch sehr elegant von der sozialen Spaltung und der Bankenkrise und ihren Auswirkungen auf die Bevölkerung abgelenkt worden ist. Seltsam, dass gerade ein Bundesbanker…

    ähem.

  3. Chat Atkins sagt:

    Diese aufgeklärten Akademiker selbst fühlen sich zunehmend diffus bedroht. Das erklärt die Bereitschaft der Mandarine, sich von jedem rational begründeten Diskurs zu verabschieden. An den Universitäten schrumpfen die Fachbereiche, in den Redaktionen ertönt das Ritzeratze an allen Schreibtischstühlen, auch in den Führungsetagen der Industrie gilt plötzlich jenes Hire & Fire, das sie bisher nur an anderen exekutierten …

  4. Wittkewitz sagt:

    @PiereS

    Ist Ihnen aufgefallen, dass in den letzten 10 Jahren die Einkommen der Arbeitnehmer/Angestellten minimal gesunken sind, während in demselben Zeitraum die Vermögen um mehr als 100% gewachsen sind.

    Könnte es sein, dass es ein bestimmte Gruppe von Menschen gibt, die davon profitiert, einen Keil zwischen die Armen und die ganz Armen zu treiben, während viele Migranten die so genannten Problembezirke verlassen, weil sie es sich leisten können? Es ist zu keiner Zeit ein Problem der Zuwanderung, aber es war schon immer ein Problem der Armut. Denn anders als die gutsituierten und gut ausgebildeten Iraner und Afghanen, die in den Westen kommen, sind sehr viele türkische und levantinische „Gastarbeiter“ in den Siebzigern nicht mit einem abgeschlossenen Studium in der Tasche bei uns angekommen. Es verwundert daher nicht, dass ihre Kinder nicht so einen großen schulischen Erfolg hatten. Darin unterscheidet sich bei ihnen nichts im Vergleich zu den genuin deutschen Kindern aus bildungsfernen Schichten.

    Der WDR-Film hat also in keiner Weise etwas mit den seltsamen ethnischen Herleitungen zur Xenophobie zu tun. Vielleicht machen sie sich die Mühe und versuchen nachzulesen, wie Phobien entstehen. Und wie erklären sie die Tatsache, dass viele Türken, die hier gute Ausbildungen abgeschlossen haben, wieder in die Türkei gehen. Liegt es daran, dass sie dort einen höheren Lebensstandard haben, dass dort die Kaufkraft höher ist, dass das Wirtschaftswachstum dort enorm Anstiege verzeichnet? Wer seine Ängste rationalisiert, wird sicher noch mehr von ihnen vertreiben. Warum sollten wir die hier auch haben sollen. Etwa wegen der Steuern, wegen der Rente oder weil wir immer weniger werden? Warum sollte man überhaupt gut ausgebildete Leute im Land halten? Vielleicht deswegen, weil dann diese Schulen wieder mit Leuten gefüllt werden, die sehen, dass man es auch schaffen kann, wenn man sich anstrengt.

    Außerdem hätten die Türken wenigstens mal Integrationsklassen in den Schulen zum Deutschlernen einrichten können als sie damals gekommen sind. Wieso sollte das eine Politik machen? Die haben doch gerade 3 Dekaden lang das gesamte Geld aus den Sozialsystemen in Steuererleichterungen umgeleitet…

  5. PiereS sagt:

    Warum so aufgeblasen? Vielleicht tut´s ja die Beschreibung des normalen Lebens und heiße Luft ist nicht mal geistige Nahrung. Ich denke eher der Autor ist die Geisel … von irgendwas? Schicken Sie doch zur Praxis Ihre Kinder auf die Hauptschule in Essen und dann reden wir mal darüber:
    http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,heuhbfd4r1wrc00h~cm.asp
    Wiederholung 16.9.2010 22h im WDR

  6. sven sagt:

    Das ist das treffendste das ich hierzu gelesen habe. Es ist verwunderlich und abstoßend wie viele vermeintlich aufgeklärte und liberale Akademiker in das irgendwie-hat-er-ja-recht fallen und den faktischen und methodischen Unsinn zwar erkennen, in der Sache aber trotzdem andächtig nicken. Doch da hilft auch keine Zwangslektüre von Masse und Macht…

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